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Traumdeutung – oder sind Träume wirklich Schäume?

Die Traumdeutung, ein uraltes Mittel, um unbewusste Dinge in Erfahrung zu bringen, wurde von den Griechen als Oneiromantie (von grch.: oneiros = Traum) bezeichnet. Sie beschäftigt sich mit dem Wahrsagen aus Träumen sowie deren Inhalten und Symbolen. Auch das Alte Testament kennt die Traumdeutung – einer der populärsten Traumdeuter war bekanntlich Josef, der dem Pharao in Ägypten seine Träume von den fetten und den mageren Kühen deutete. Träume sind also Botschaften des Übersinnlichen – seien sie nun göttlicher, dämonischer oder schicksalhafter Natur.

Die uns heute am meisten vertraute Traumdeutung beginnt mit Sigmund Freud: Er hatte in seinem Werk „Die Traumdeutung“ 1899 Traumarbeit als Bewältigung libidinöser oder psychischer Verletzungen gedeutet. Solche Traumata haben sich, laut Freud, bereits in der Kindheit ereignet und können aber weit ins Erwachsenenleben hinein das Leben beeinflussen und belasten. Andere Psychotherapeuten sehen in den Träumen dagegen eher objektive Reflexionen des kollektiven oder allgemeinen Unbewussten. Ihr bekanntester Vertreter ist C.G. Jung. Laut seiner Lehre können die Symbole und Inhalte von Traumdeutung nach einem fixierten Auslegungsmuster generalisiert und erhellt werden.

Traumdeutung – die verschlüsselte Sprache der Seele

Vielleicht bewegen wir uns ja beim Träumen in Dimensionen, die genau so real sind wie die irdischen, die jedoch unserem Bewusstsein nicht zugänglich sind. Moderne Quantenphysiker wie Hugh Everett oder John Wheeler bestätigen diese Theorie. Sind sie doch überzeugt davon, dass es Multi-Universen gibt, vielerlei Welten, in denen unterschiedliche Zeitbedingungen herrschen. Der modernen Traumforschung gelten unsere Träume als verschlüsselte Sprache der Seele, als Verbündete, mit deren Hilfe wir Zugang zu unserem schöpferischen Potential finden, indem wir sie aufschreiben, malen oder darüber meditieren. So können wir die Botschaften unserer Seele besser verstehen.

Traumdeutung – Wann, wenn wir schlafen, träumen wir Wie?

Als ältester Text zum Thema Traumdeutung gilt das „Hieratische Traumbuch“, das vor mehr als 4000 Jahren im Alten Ägypten entstand. Heute wissen wir, dass die fortgeschrittenste Art des Träumens das so genannte „luzide Träumen“ ist. Dabei wissen wir, dass wir träumen und können unsere Träume beeinflussen. Überhaupt: Geträumt wird nur während der so genannten REM-Phase. Sie steht für die Abkürzung „Rapid-Eye-Movement“. Schlafbeobachter und Traumdeuter können unter den geschlossenen Augenlidern die rasche Bewegung der Augäpfel beobachten. Ein Umstand, den sich schon antike Heiler zu Nutze machten: Sie beobachteten die Augenbewegungen Schlafender im Tempel; hörten diese Augenbewegungen auf, so wurde der Schlafende geweckt und musste sofort seinen Traum erzählen. Asklepios bezeichnete ein solches Vorgehen als Heilmittel für die Seele, weil so Unbewusstes verarbeitet und überwunden werden konnte.